• Erfolgreiche Kooperation der Mittelschule mit der Firma Parat

          • Neureichenau.  Aus den Fenstern des Werkraumes haben sie die weitläufigen Hallen des Parat-Werkes im Blick – die Schüler der Mittelschule Neureichenau. Sicher werden einige nach der Schulzeit einen Ausbildungsplatz in dem innovativen Betrieb finden, denn interessante Berufe mit Zukunftschancen stehen zur Auswahl. So werden Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik, Fertigungsmechaniker, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufmann oder Fachinformatiker für Systemintegration angeboten. Arbeitskräfte aus den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden in Deutschland händeringend gesucht. Den Weg dahin bereiten sie schon frühzeitig in der Schule vor.

            Seit Jahren arbeiten Schulleitung der „Schulen am Dreisessel“ und Geschäftsleitung der Firma Parat eng zusammen. So unterstützen Auszubildende die Schüler seit langem bei den Projekten „Technik für Kinder“ mit Rat und Tat sowie mit der Bereitstellung von Lern- und Bastelmaterial. Waren die Aktionen „Technik für Kinder“ für sich alleinstehende Einheiten, so rief man nun dank des außergewöhnlichen Einsatzes von Lehrerin Julia Seibold ein nachhaltiges Konzept ins Leben. Durchgehend von der Jahrgangsstufe 5 bis M10 finden in Abstimmung mit dem Lehrplan aufbauende Projekte statt. Dabei entstehen in ein bis zwei Tagen Objekte wie Sonnenofen oder Vogelfutterspender, und sogar ein einfacher Elektromotor steht auf dem Programm, um Elektromagnetismus zu erklären. Zum Beispiel konnten die Schüler der M7 zum Lehrplan „Elektrischer Strom, Schaltpläne, Schaltkreise“ passend eine Lichterkette zerlegen und wieder zusammenbauen, um Reihen- und Parallelschaltung zu verstehen. Mit dem Bau eines Wasserrades soll ein Glühbirnchen zum Leuchten gebracht werden, auch mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit zur Energienutzung.

            Im Rahmen der Berufsorientierung informierten sich die Schüler bei einer Betriebsbesichtigung bereits über Kunststoffverarbeitung, dabei wurde auch ein Werkzeugkasten gebaut. Die Projekte finden sowohl in der Mittelschule als auch bei Parat statt, je nach Arbeitsmittelbedarf.

            Julia Seibold bezeichnet die Zusammenarbeit mit Parat als „großen Luxus“, denn die sehr motivierten Mitarbeiter sind mit Herzblut bei der Sache. „Das Ganze ist eine Win-win-Situation, weil unsere Schüler höchst kreativ und aktiv arbeiten können. Außerdem erfüllen wir den Lehrplan und der Einstieg in die Berufsorientierung steigert sich von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe“, begeistert sich die Lehrerin. „Wir sehen dieses erste Jahr als Probelauf. Am Feedback werden wir sehen, was wir nachbessern können, was wir noch brauchen.“ Geplant ist für die Zukunft, ein Portfolio zu erstellen. In dieser Sammelmappe sollen von jedem Jahr Arbeitsblätter, Skizzen zu den Werkstücken abgeheftet werden bis zum Ende bei der Betriebsbesichtigung Informationen zur Firma.

            Schulleiterin Andrea Stockbauer-Gibis stimmte den Ausführungen mit Begeisterung zu. Sie lobt den unermüdlichen Einsatz der Lehrkraft über den Unterricht hinaus, die mit hervorragender Organisation das Projekt vorantrieb. Auch sie sieht den Nutzen bei dem Projekt in der Nachhaltigkeit im Bereich der Naturwissenschaften. Außerdem schafft das Arbeiten mit den jungen Auszubildenden eine ganz andere Vertrauensbasis als mit Erwachsenen. Sie bedankt sich ganz herzlich bei der Geschäftsleitung der Firma Parat und besonders bei Ausbilder Horst Fenzl, der kein „Nein“ hat, wenn Unterstützung gebraucht wird.

            Text und Fotos: Josef Schinagl

            Fotos: Schülerinnen und Schüler der Klasse M7 beim Bau einer Lichterkette

          • Zwei Sprachen – ein Gedanke

          • Bei den letzten Treffen der Partnerschulen Lackenhäuser und Altreichenau mit Borová Lada in diesem Herbst freuten sich die Kinder schon auf ein Wiedersehen, denn zum Ende des dreijährigen Projektes waren schon Freundschaften entstanden. Sie hatten in dieser Zeit nicht nur die Sprache unserer tschechischen Nachbarn kennengelernt, sondern bei Projekttagen mit den Kindern der Partnerschule in Borovà Lada zusammen gespielt, gelernt und gelacht.

            Ende Oktober machten sich die Schüler der Schulen am Dreisessel auf nach Strozec, uns als Tusset bekannt, im Nationalpark Sumavà. Nach einem Rundgang im Informationszentrum erarbeiteten sich die Kinder an verschiedenen Stationen im Nationalpark Wissenswertes über Tiere und Pflanzen des Waldes. Sie versuchten ein Lied auf einem Baumxylophon zu spielen, ordneten ein Domino zu Sträuchern und deren Früchten, lernten bei einem Quiz, welche Tiere auf dem Baum, auf oder unter der Erde ihr Nest haben uvm. Nach dem Mittagessen wurden alle Kinder zu Indianern. An einer Station durften sie sich im Bogenschießen versuchen, an anderen Stationen wurden Pfeile und Stirnbänder gebastelt oder Indianerbilder gemalt. Ein Quiz rundete diesen Nachmittag ab.

            Gleich nach den Ferien im November stand der Gegenbesuch in Neureichenau an. Das Programm hatte hierzu die Lehrkraft Lydia Weishäupl zusammen mit ihrer Kollegin Gabi Spannbauer erarbeitet. Sie luden die Kinder zum Link´n Hof in Riedelsbach ein. Dort gab es eine Menge verschiedener Tiere zu bestaunen. Manche Tiernamen waren den Kindern auch in der Fremdsprache bekannt. Nach einem Rundgang, bei dem Alena Braunovà noch übersetzte, wurden die Kinder wieder in gemischte Gruppen eingeteilt und starteten mit einem Fragebogen zum Thema „Huhn und Ei“ an verschiedene Stationen. Zum Abschluss schüttelten die Kinder kräftig Gläser mit Sahne und waren über das Ergebnis sehr erstaunt: Es entstand Butter, die gleich alle, auf Brote geschmiert, probieren durften. Nach der Mittagspause in der Schulmensa ging es in Sportkleidung auf in die Turnhalle. Dort hatten die Organisatorinnen einen Übungsparcours zum Thema Bauernhof aufgebaut. Ob Eiertransport, Heuhüpfen, Traktor fahren oder Hühner auf der Stange zum Nest balancieren, es war Vieles geboten. Die Kinder hatten viel Spaß, all diese Übungen auszuprobieren. Der Altersunterschied vom Erstklässler bis zum Teenager war hier kein Thema, nur die Zeit verging leider viel zu schnell. Ein Lied in zwei Sprachen beendete den ereignisreichen Tag.

            Leider endet das EU-geförderte Projekt „Zwei Sprachen – Ein Gedanke (CZ): Dva jazyky – jedna myšlenka“ zum Dezember diesen Jahres, damit gibt es auch den Tschechischunterricht an der Mittelschule Neureichenau nicht mehr. Die Lehrer/innen in den beiden Partnerschulen wollen aber die Beziehungen nicht ganz abbrechen und planen evtl. weitere Treffen.

          • Brandschutz auf dem Stundenplan der 2b

          • Anfang Oktober besuchte die Klasse 2b das Gerätehaus der FFW Klafferstraß. Mit großem Interesse verfolgten alle Kinder die Ausführungen des Feuerwehrkommandanten Herrn Günter Wimmer zum Feuerwehrauto, den technischen Geräten und zum Ablauf eines Feuerwehreinsatzes. Auch das Verhalten im Brandfall wurde besprochen und die Schüler konnten ihr Vorwissen aus dem Unterricht einbringen. Geduldig ging Herr Wimmer auf alle Fragen der Kinder ein. Unterstützt wurde er von seiner Frau Monika und seiner Tochter Nicole, beide ebenfalls sehr engagiert bei der Feuerwehr. Nach einer kleinen Stärkung mit Muffins und Getränken ging es nach draußen zum Zielspritzen. Am Ende erhielt jedes Schulkind ein Erinnerungsgeschenk der FFW Klafferstraß, ehe man sich bei den Organisatoren bedankte und es mit „Tatütata“ im Feuerwehrauto zurück zur Schule ging.